
Grand
Circle nennt sich ein Gebiet zwischen Utah und Arizona, in dem sich die schönsten
Nationalparks befinden. Wir besuchen nicht
nur Bryce Canyon, Arches National Park, Canyonlands und das Monument Valley, sondern
auch unbekanntere Gebiete im Escalante Staircase National Monument und in der
Paria Wilderness. Ausgangspunkt ist die Glitzerstadt Las Vegas. Hier der grobe
Reiseablauf: Tag
1 - 06. 11. 2006 Flug von Frankfurt
nach Las Vegas In Nevadas südlicher Wüste
erscheint Las Vegas wie die Fata Morgana eines glitzernden Wunderlands, das vor
allem eines verspricht: Spaß, Spaß, Spaß. Die Stadt lockt mit einmaligen Hotels,
deren fantastische Architektur Städte wie New York oder Venedig neu entstehen
lässt. Das Herz dieser Paläste bilden die Kasinos, in die die Hoffnung auf Millionengewinne
jährlich fast 37 Millionen Besucher zieht. Das Herz von Las Vegas schlägt am neonüberfluteten
Las Vegas Boulevard, dem "Strip". An dessen südlichem Abschnitt versuchen sich
riesige Luxushotels wie das Luxor, New York New York oder Bellagio gegenseitig
die Schau zu stehlen. 
Tag
2 - 07. 11. 2006 Schon ab frühem
Morgen durchstreifen wir Las Vegas bei Tag. Das Valley of Fire, Nevadas ältester
und zugleich größter State Park, liegt 55 Meilen nordöstlich von Las Vegas und
ist somit unser Ziel am Nachmittag, um das fantastische Abendlicht dort zu erleben.
Der Name des Parks stammt von den roten Sandsteinformationen, die vor rund 150
Millionen Jahren riesige Sanddünen waren. Hier kann man einige der schönsten noch
erhaltenen Felszeichnungen der frühen Indianerkultur bewundern, darunter auch
die Abbildung eines Atlatl, ein mit einer "Haltekerbe" versehener Stock, der den
Urindianern zum Schleudern von Speeren diente. Während der Auffahrt zum Bergrücken
hat man einen tollen Blick zurück ins Tal und auf den funkelnden Lake Mead am
Horizont. Am Abend kehren wir nach Las Vegas zurück, um den faszinierenden Lichterglanz
der Stadt fotografisch festzuhalten. Tag
3 - 08. 11. 2006 Aus früheren Reisen
weiß ich, dass die Nächte in Las Vegas lang und die anschließenden Schlafenszeiten
im Hotelzimmer relativ kurz sind. Daher lassen wir es heute morgen ruhiger angehen
und fahren erst etwas später los. Über den Freeway geht es ein Stück nach Norden,
dann quer durch den Zion National Park bis zu den Coral Pink Sand Dunes. Hier
haben die Kräfte der Erosion ein über 1200 Hektar großes Meer aus sich ständig
verändernden rosa Sanddünen geschaffen. Der Sand, der sich über einen langen Zeitraum
hinweg in dem Tal ablagerte, stammt von den roten Sandsteinfelsen der Umgebung.
Im letzten Licht der untergehenden Sonne versinken die Sanddünen in einem Farbspektakel
aus Ocker- und Rottönen. Vom höchsten Punkt der Dünen hat man einen tollen Ausblick
über die herrliche Sandlandschaft; im Norden erkennt man die hellen Felsklippen
der White Cliffs, während im Osten die Abbruchkante der Moquith Mountains das
Tal begrenzt. Tag 4
- 09. 11. 2006 Von Kanab aus fahren
wir am Morgen zum Old Paria Movie Set (leider im August 2006 abgebrannt). Eingebettet
in den spektakulären Badlands des Paria Canyons dienten die Holzhäuser als Filmkulisse
für zahlreiche Western. Diese aus dem Chinle Sandstein bestehenden Badlands findet
man in einer solchen Farbenpracht nirgends sonst in Utah. Das Spektrum der einzelnen
Schichten reicht von allen Rottönen über Weiß, Purpur bis hin zu Grau und Blau.
Die Cottonwood Canyon Road ist eine der schönsten Scenic Backways des Grand Staircase
Escalante National Monuments, nach Regen aber mit normalen Autos unpassierbar.
Aber Regen bestellen wir ja nicht (ansonsten müssten wir kurzfristig umdisponieren
und eine andere Straße wählen)! Die Straße beginnt etwa 40 Meilen östlich von
Kanab und führt durch den Cottonwood Canyon, am Grosvenor Arch vorbei und durch
den Kodachrome Basin State Park bis in die Nähe des Bryce Canyons. 
Tag
5 - 10. 11. 2006 Sonnenaufgang am
Bryce Canyon mit anschließenden kleineren Wanderungen. Wahrzeichen des Bryce Canyon
National Park sind tiefe Amphitheater, in denen flammend bunte Felsen (hoodoos)
einen spektakulären Auftritt geben. Durch den hoch gelegenen Park (bis 2700 m)
führt am Rand des Paunsaugunt-Plateaus eine 30 km lange Panoramastraße. Von dort
öffnet sich eine grandiose Aussicht auf ein Gewirr unzähliger rosa, orange und
rot leuchtender Felsnadeln. Danach fahren wir durch den nahegelegene Kodachrome
Basin State Park in den nördlichen Teil des Grand Staircase Escalante National
Monuments. In dem von Präsident Clinton 1996 zum National Monument erklärten,
769.000 Hektar großen Gebiet laden Felscanyons, Berge und hohe Wüstenplateaus
die Liebhaber unverfälschter Natur zur Erkundung ein. Das Grand Staircase- Escalante
National Monument grenzt an den Capitol Reef National Park, die Glen Canyon National
Recreation Area und den Bryce Canyon National Park. Benannt wurde es nach den
vier Felsschichten namens Vermilion, Grey, White und Pink, die sich stufig über
das Colorado Plateau ziehen. In geologischen Hinsicht sind sie noch junge Erscheinungen,
wurden Sie doch erst vor gerade mal zwölf Millionen Jahren durch die Erdkräfte
angehoben! Wir besuchen gegen Abend den Devil's
Garden. Der Garten des Teufel ist übersät
mit Hoodoos, bizarren Felsformationen und Steinbögen, und jeder Fotograf wird
sich hier ob der schier endlosen Zahl lohnender Motive die Finger wund knipsen!
Das kleine Hoodoo-Gebiet beherbergt neben phantastischen Felstürmen und versteinerten
Dünen mit dem Metate Arch einen der schönsten und filigransten Felsbögen Utahs. 
Tag
6 - 11. 11. 2006
Eines der bekanntesten Highlights des Grand Staircase Escalante National Monuments
sind die Lower Calf Creek Falls, die zu den schönsten Wasserfällen Utahs gehören.
Der Calf Creek stürzt sich hier 40 Meter nahezu senkrecht ins Tal hinunter. Ein
mehrere Kilometer langer Naturlehrpfad wurde für Besucher von der Nationalparkbehörde
angelegt und von uns bewältigt. Danach geht es bis an den Rand des Capitol
Reef National Parks, wo wir die Nacht verbringen.
Tag 7 - 12. 11. 2006
Unser Endziel ist das Städtchen Moab, Ausgangspunkt für den Arches National Park
sowie Canyonlands. Auf der Fahrt dorthin durchqueren wir den tollen Capitol Reef
National Park im Schneckentempo, weil so viele Fotomotive am Wegesrand liegen.
Den Sonnenuntergang erleben wir am Dead Horse Point in der Nähe von Canyonlands.
Tag 8 - 13. 11. 2006
Im Arches National Park steht die weltweit größte Ansammlung von natürlichen Felsbögen
- über 80 dieser Naturwunder finden sich hier. Der Park "schwimmt" auf einem Salzlager,
das sich unter dem Druck der Felsmassen verflüssigte. Vor rund 300 Millionen Jahren
drückte es nach oben und brach den darüber liegenden Sandstein auf. Die zwischen
den weiter erodierten Rissen frei liegenden Gesteins-"Flossen" verwitterten so,
dass die harten Oberflächenfelsen als solide Bögen wie beim Turret Arch oder elegant
gewölbt wie beim Delicate und Landscape Arch verblieben. Im Canyonlands National
Park frästen vor Jahrmillionen der Colorado und Green River ihre gewundenen Betten
tief in den Fels und schufen so ein Labyrinth von Canyons. Im Herzen dieser faszinierenden
Wildnis fließen die beiden Flüsse zusammen und teilen den 1365 Quadratkilometer
großen Park in drei Gebiete: Needles, Maze und das Grasplateau Island in the Sky.

Tag
9 - 14. 11. 2006 Ein weiterer Tag
im Arches National Park oder Canyonlands - Sonnenaufgang am Turret Arch, Sonnenuntergang
am Delicate Arch, zwischendurch zum Mesa Arch ... Tag
10 - 15. 11. 2006 Von Moab aus geht es am heutigen Tag wieder südwärts,
mit Abstecher zum Gooseneck State Park, durch das Valley of the Gods, bis zum
Monument Valley. Goosenecks nennt man in Amerika enge Flusskehren wie beispielsweise
die des San Juan River bei Mexican Hat, wo drei 180°-Richtungsänderungen unmittelbar
aufeinander folgen. Am Monument Valley genießen wir den Sonnenuntergang,
bevor wir im Hotel einchecken. Die berühmten markanten Sandsteinfelsen des Monument
Valley sind ein Symbol des amerikanischen Westens - nicht zuletzt deshalb, weil
seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts diese "Hollywood-Stars" in Hunderten
von Kino-, TV- und Werbefilmen als Kulisse dienten. 
Tag 11 - 16. 11. 2006
Sonnenaufgang am Monument Valley - immer wieder ein berauschendes Erlebnis! Wir
fahren danach die gesamte Strecke durch das Gebiet der Navajo Indianer, denn es
wirkt bei Morgenlicht hervorragend. Weiter geht es über Kayenta bis Page am Lake
Powell. Eines der schönsten Hoodoo-Gebiete Utahs befindet sich hier gut versteckt
zwischen den zerklüfteten Badlands der Rimrocks. Diese beherbergen mehrere Dutzend
sehenswerter Felstürme, von denen der filigrane Toadstool ("Fliegenpilz") wohl
mit Abstand der Schönste ist. Obwohl man ihn schon oft auf Postkarten und Postern
gesehen hat, wissen nur die allerwenigsten, wo dieser sich befindet. Wir waren
da! Tag
12 - 17. 11. 2006 Der bekannte Antelope
Canyon, ebenfalls hier am Lake Powell gelegen, ist in Privatbesitz der Navajo
Nation und darf nur mit entsprechendem Permit betreten werden. Wir buchen eine
Fototour und können und somit 2 Stunden in diesem herrlichen Bereich aufhalten.
Im Anschluss steht der Besuch des fantastischen
Aussichtspunktes hoch über dem Horseshoe Bend (mit kurzer Wanderung) an, und gegen
Abend suchen wir uns einen herrlichen Aussichtspunkt auf den Lake Powell. Tag
13 - 18. 11. 2006 Von Page aus führt
uns unser Weg über den Grand Canyon auf den Freeway 40 nach Kingman und von dort
durch die Black Mountains über den interessanten Hoover Dam zurück nach Las Vegas.
Tag 14 - 19. 11. 2006
Rückflug nach Deutschland Tag
15 - 20. 11. 2006 Ankunft (1 Tag
Zeitverschiebung) in Frankfurt Fotos:
© Christine Ströhlein Einen
weiteren Reisebericht eines Teilnehmers finden Sie unter Heidl's
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