idea Tours

Auswahl
2004 USA Southwest - Natur pur
2005 Florida - Sonne und Natur satt
2006 Naturwunder Grand Circle
2007 Best of the West
2008 Namibia - das herbe Paradies in Afrika
2009 Kanadas wilder Westen
2010 Zweiländertour Namibia und Botswana
2011 Foto-Aktiv-Woche Rocky Mountains
2012 Costa Rica
2013 Der Norden Tansanias

Grand Circle nennt sich ein Gebiet zwischen Utah und Arizona, in dem sich die schönsten Nationalparks befinden. Wir besuchen nicht nur Bryce Canyon, Arches National Park, Canyonlands und das Monument Valley, sondern auch unbekanntere Gebiete im Escalante Staircase National Monument und in der Paria Wilderness. Ausgangspunkt ist die Glitzerstadt Las Vegas. Hier der grobe Reiseablauf:

Tag 1 - 06. 11. 2006
Flug von Frankfurt nach Las Vegas

In Nevadas südlicher Wüste erscheint Las Vegas wie die Fata Morgana eines glitzernden Wunderlands, das vor allem eines verspricht: Spaß, Spaß, Spaß. Die Stadt lockt mit einmaligen Hotels, deren fantastische Architektur Städte wie New York oder Venedig neu entstehen lässt. Das Herz dieser Paläste bilden die Kasinos, in die die Hoffnung auf Millionengewinne jährlich fast 37 Millionen Besucher zieht. Das Herz von Las Vegas schlägt am neonüberfluteten Las Vegas Boulevard, dem "Strip". An dessen südlichem Abschnitt versuchen sich riesige Luxushotels wie das Luxor, New York New York oder Bellagio gegenseitig die Schau zu stehlen.

Las Vegas Bellagio

Tag 2 - 07. 11. 2006
Schon ab frühem Morgen durchstreifen wir Las Vegas bei Tag. Das Valley of Fire, Nevadas ältester und zugleich größter State Park, liegt 55 Meilen nordöstlich von Las Vegas und ist somit unser Ziel am Nachmittag, um das fantastische Abendlicht dort zu erleben. Der Name des Parks stammt von den roten Sandsteinformationen, die vor rund 150 Millionen Jahren riesige Sanddünen waren. Hier kann man einige der schönsten noch erhaltenen Felszeichnungen der frühen Indianerkultur bewundern, darunter auch die Abbildung eines Atlatl, ein mit einer "Haltekerbe" versehener Stock, der den Urindianern zum Schleudern von Speeren diente. Während der Auffahrt zum Bergrücken hat man einen tollen Blick zurück ins Tal und auf den funkelnden Lake Mead am Horizont. Am Abend kehren wir nach Las Vegas zurück, um den faszinierenden Lichterglanz der Stadt fotografisch festzuhalten.

Tag 3 - 08. 11. 2006
Aus früheren Reisen weiß ich, dass die Nächte in Las Vegas lang und die anschließenden Schlafenszeiten im Hotelzimmer relativ kurz sind. Daher lassen wir es heute morgen ruhiger angehen und fahren erst etwas später los. Über den Freeway geht es ein Stück nach Norden, dann quer durch den Zion National Park bis zu den Coral Pink Sand Dunes. Hier haben die Kräfte der Erosion ein über 1200 Hektar großes Meer aus sich ständig verändernden rosa Sanddünen geschaffen. Der Sand, der sich über einen langen Zeitraum hinweg in dem Tal ablagerte, stammt von den roten Sandsteinfelsen der Umgebung. Im letzten Licht der untergehenden Sonne versinken die Sanddünen in einem Farbspektakel aus Ocker- und Rottönen. Vom höchsten Punkt der Dünen hat man einen tollen Ausblick über die herrliche Sandlandschaft; im Norden erkennt man die hellen Felsklippen der White Cliffs, während im Osten die Abbruchkante der Moquith Mountains das Tal begrenzt.

Tag 4 - 09. 11. 2006
Von Kanab aus fahren wir am Morgen zum Old Paria Movie Set (leider im August 2006 abgebrannt). Eingebettet in den spektakulären Badlands des Paria Canyons dienten die Holzhäuser als Filmkulisse für zahlreiche Western. Diese aus dem Chinle Sandstein bestehenden Badlands findet man in einer solchen Farbenpracht nirgends sonst in Utah. Das Spektrum der einzelnen Schichten reicht von allen Rottönen über Weiß, Purpur bis hin zu Grau und Blau. Die Cottonwood Canyon Road ist eine der schönsten Scenic Backways des Grand Staircase Escalante National Monuments, nach Regen aber mit normalen Autos unpassierbar. Aber Regen bestellen wir ja nicht (ansonsten müssten wir kurzfristig umdisponieren und eine andere Straße wählen)! Die Straße beginnt etwa 40 Meilen östlich von Kanab und führt durch den Cottonwood Canyon, am Grosvenor Arch vorbei und durch den Kodachrome Basin State Park bis in die Nähe des Bryce Canyons.

Old Paria

Tag 5 - 10. 11. 2006
Sonnenaufgang am Bryce Canyon mit anschließenden kleineren Wanderungen. Wahrzeichen des Bryce Canyon National Park sind tiefe Amphitheater, in denen flammend bunte Felsen (hoodoos) einen spektakulären Auftritt geben. Durch den hoch gelegenen Park (bis 2700 m) führt am Rand des Paunsaugunt-Plateaus eine 30 km lange Panoramastraße. Von dort öffnet sich eine grandiose Aussicht auf ein Gewirr unzähliger rosa, orange und rot leuchtender Felsnadeln. Danach fahren wir durch den nahegelegene Kodachrome Basin State Park in den nördlichen Teil des Grand Staircase Escalante National Monuments. In dem von Präsident Clinton 1996 zum National Monument erklärten, 769.000 Hektar großen Gebiet laden Felscanyons, Berge und hohe Wüstenplateaus die Liebhaber unverfälschter Natur zur Erkundung ein. Das Grand Staircase- Escalante National Monument grenzt an den Capitol Reef National Park, die Glen Canyon National Recreation Area und den Bryce Canyon National Park. Benannt wurde es nach den vier Felsschichten namens Vermilion, Grey, White und Pink, die sich stufig über das Colorado Plateau ziehen. In geologischen Hinsicht sind sie noch junge Erscheinungen, wurden Sie doch erst vor gerade mal zwölf Millionen Jahren durch die Erdkräfte angehoben!
Wir besuchen gegen Abend den Devil's Garden. Der Garten des Teufel ist übersät mit Hoodoos, bizarren Felsformationen und Steinbögen, und jeder Fotograf wird sich hier ob der schier endlosen Zahl lohnender Motive die Finger wund knipsen! Das kleine Hoodoo-Gebiet beherbergt neben phantastischen Felstürmen und versteinerten Dünen mit dem Metate Arch einen der schönsten und filigransten Felsbögen Utahs.

Bryce Canyon

Tag 6 - 11. 11. 2006
Eines der bekanntesten Highlights des Grand Staircase Escalante National Monuments sind die Lower Calf Creek Falls, die zu den schönsten Wasserfällen Utahs gehören. Der Calf Creek stürzt sich hier 40 Meter nahezu senkrecht ins Tal hinunter. Ein mehrere Kilometer langer Naturlehrpfad wurde für Besucher von der Nationalparkbehörde angelegt und von uns bewältigt. Danach geht es bis an den Rand des Capitol Reef National Parks, wo wir die Nacht verbringen.

Tag 7 - 12. 11. 2006
Unser Endziel ist das Städtchen Moab, Ausgangspunkt für den Arches National Park sowie Canyonlands. Auf der Fahrt dorthin durchqueren wir den tollen Capitol Reef National Park im Schneckentempo, weil so viele Fotomotive am Wegesrand liegen. Den Sonnenuntergang erleben wir am Dead Horse Point in der Nähe von Canyonlands.

Tag 8 - 13. 11. 2006
Im Arches National Park steht die weltweit größte Ansammlung von natürlichen Felsbögen - über 80 dieser Naturwunder finden sich hier. Der Park "schwimmt" auf einem Salzlager, das sich unter dem Druck der Felsmassen verflüssigte. Vor rund 300 Millionen Jahren drückte es nach oben und brach den darüber liegenden Sandstein auf. Die zwischen den weiter erodierten Rissen frei liegenden Gesteins-"Flossen" verwitterten so, dass die harten Oberflächenfelsen als solide Bögen wie beim Turret Arch oder elegant gewölbt wie beim Delicate und Landscape Arch verblieben. Im Canyonlands National Park frästen vor Jahrmillionen der Colorado und Green River ihre gewundenen Betten tief in den Fels und schufen so ein Labyrinth von Canyons. Im Herzen dieser faszinierenden Wildnis fließen die beiden Flüsse zusammen und teilen den 1365 Quadratkilometer großen Park in drei Gebiete: Needles, Maze und das Grasplateau Island in the Sky.

Canyonlands Arches National Park

Tag 9 - 14. 11. 2006
Ein weiterer Tag im Arches National Park oder Canyonlands - Sonnenaufgang am Turret Arch, Sonnenuntergang am Delicate Arch, zwischendurch zum Mesa Arch ...

Tag 10 - 15. 11. 2006
Von Moab aus geht es am heutigen Tag wieder südwärts, mit Abstecher zum Gooseneck State Park, durch das Valley of the Gods, bis zum Monument Valley. Goosenecks nennt man in Amerika enge Flusskehren wie beispielsweise die des San Juan River bei Mexican Hat, wo drei 180°-Richtungsänderungen unmittelbar aufeinander folgen. Am Monument Valley genießen wir den Sonnenuntergang, bevor wir im Hotel einchecken. Die berühmten markanten Sandsteinfelsen des Monument Valley sind ein Symbol des amerikanischen Westens - nicht zuletzt deshalb, weil seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts diese "Hollywood-Stars" in Hunderten von Kino-, TV- und Werbefilmen als Kulisse dienten.

Monument Valley

Tag 11 - 16. 11. 2006
Sonnenaufgang am Monument Valley - immer wieder ein berauschendes Erlebnis! Wir fahren danach die gesamte Strecke durch das Gebiet der Navajo Indianer, denn es wirkt bei Morgenlicht hervorragend. Weiter geht es über Kayenta bis Page am Lake Powell. Eines der schönsten Hoodoo-Gebiete Utahs befindet sich hier gut versteckt zwischen den zerklüfteten Badlands der Rimrocks. Diese beherbergen mehrere Dutzend sehenswerter Felstürme, von denen der filigrane Toadstool ("Fliegenpilz") wohl mit Abstand der Schönste ist. Obwohl man ihn schon oft auf Postkarten und Postern gesehen hat, wissen nur die allerwenigsten, wo dieser sich befindet. Wir waren da!

Tag 12 - 17. 11. 2006
Der bekannte Antelope Canyon, ebenfalls hier am Lake Powell gelegen, ist in Privatbesitz der Navajo Nation und darf nur mit entsprechendem Permit betreten werden. Wir buchen eine Fototour und können und somit 2 Stunden in diesem herrlichen Bereich aufhalten. Im Anschluss steht der
Besuch des fantastischen Aussichtspunktes hoch über dem Horseshoe Bend (mit kurzer Wanderung) an, und gegen Abend suchen wir uns einen herrlichen Aussichtspunkt auf den Lake Powell.

Tag 13 - 18. 11. 2006
Von Page aus führt uns unser Weg über den Grand Canyon auf den Freeway 40 nach Kingman und von dort durch die Black Mountains über den interessanten Hoover Dam zurück nach Las Vegas.

Tag 14 - 19. 11. 2006
Rückflug nach Deutschland

Tag 15 - 20. 11. 2006
Ankunft (1 Tag Zeitverschiebung) in Frankfurt

Fotos: © Christine Ströhlein

Einen weiteren Reisebericht eines Teilnehmers finden Sie unter Heidl's Reiseseiten